Maitre Royal - Mobiler Barista Service für höchste Ansprüche

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Wie viele Gäste schafft ein Barista?

Ein Barista schafft bei uns 60 Gäste pro Stunde, zwei schaffen 90 bis 120. Diese Zahlen sind wenig wert, solange niemand dazusagt, worauf sie sich beziehen — und genau da fängt das Problem beim Vergleichen an.

Barista von Maitre Royal an der Kaffeemühle des Kaffeerads, vor ihm Becher für die nächsten Bestellungen

Wer eine Kaffeebar bucht, will vor allem eines wissen: Reicht das für meine Gäste? Die Antwort klingt nach einer einfachen Division, ist aber keine. Denn eine Durchsatzzahl hängt an drei Dingen, die selten mitgenannt werden: wie viele Baristas arbeiten, was bestellt wird und ob sich der Andrang verteilt.

Unsere Zahlen

Besetzung Gäste pro Stunde
Ein Barista rund 60
Zwei Baristas 90 bis 120

Das sind Praxiswerte aus eigenen Einsätzen, keine Laborzahlen. Auffällig daran: Zwei Baristas schaffen nicht das Doppelte. Das liegt daran, dass sich zwei Leute eine Maschine und eine Mühle teilen — der zweite Barista beschleunigt vor allem das, was neben dem Brühen passiert: Milch aufschäumen, ausgeben, kassieren, abräumen.

Beim Vergleichen aufpassen: Uns ist aufgefallen, dass am Markt Durchsatzzahlen von 90 bis 120 Gästen pro Stunde genannt werden, ohne dass dabeisteht, wie viele Baristas dafür eingeplant sind. Bei uns ist das der Wert für zwei. Das muss nichts Falsches sein — vielleicht wird dort mit mehr Personal oder mit schnelleren Getränken gerechnet. Fragt einfach nach: Gilt diese Zahl für einen oder für zwei Baristas, und bei welchen Getränken?

Warum das Getränk den Unterschied macht

Ein Espresso ist nach dem Bezug fertig — das sind 20 bis 30 Sekunden. Ein Cappuccino braucht zusätzlich aufgeschäumte Milch, ein Latte Macchiato mehr Milch und eine ruhigere Hand, und bei pflanzlichen Alternativen kommt noch etwas Zeit dazu, weil sie anders reagieren. Mehr dazu in Hafer, Soja, Mandel: Welche Milch schäumt?

Grob gilt: Je mehr Milch im Becher, desto weniger Gäste pro Stunde. Eine Hochzeitsgesellschaft, die fast ausschließlich Cappuccino bestellt, ist langsamer als ein Messepublikum, das Espresso trinkt.

Der eigentliche Engpass ist die Spitze

Die wichtigste Zahl ist nicht, wie viele Gäste ihr insgesamt habt, sondern wie viele gleichzeitig kommen. Und Veranstaltungen haben Wellen:

  • Hochzeit: Der Andrang zur Torte ist brutal und kurz. Fast alle stehen innerhalb von 20 Minuten an.
  • Firmenevent: Pausen sind getaktet. Wenn 150 Leute gleichzeitig aus dem Saal kommen, nützt ein guter Stundendurchsatz wenig.
  • Messe: Verteilt sich über den Tag, mit Wellen nach Einlass und um die Mittagszeit.

Deshalb ist die erste Frage, die wir stellen, nicht „wie viele Gäste“, sondern „wann kommen sie“. Ein Nachmittag mit 100 Gästen über vier Stunden ist mit einem Barista entspannt zu machen. Dieselben 100 Gäste in 30 Minuten sind es nicht.

Wann ein zweiter Barista sinnvoll ist

Als Orientierung:

  • Bis etwa 60 Gäste mit verteiltem Andrang reicht ein Barista.
  • Ab etwa 80 bis 100 Gästen oder bei einem engen Zeitfenster lohnt der zweite.
  • Bei einem harten Programmpunkt — Torte, Pausenglocke, Eröffnung — zählt nicht die Gesamtzahl, sondern dieser eine Moment.

Ein Mitbewerber zieht die Grenze öffentlich bei 50 Gästen und setzt darüber zwei Baristas ein. Das deckt sich grob mit unserer Erfahrung, hängt aber eben am Ablauf.

Warum wir trotzdem nicht schneller werden wollen

Wir arbeiten ausschließlich mit Siebträgermaschine und Mühle, nicht mit einem Vollautomaten. Ein Vollautomat wäre schneller — er mahlt, brüht und schäumt auf Knopfdruck. Dafür entscheidet die Maschine, was in der Tasse landet.

Beim Siebträger entscheidet der Barista: Mahlgrad, Menge, Bezugszeit. Das kostet Sekunden pro Tasse und ist der Grund, warum unsere Zahl bei 60 liegt und nicht bei 150. Was die Systeme sonst unterscheidet, steht in Siebträger, Vollautomat oder Filter?

Dazu kommt ein Nebeneffekt, der auf Messen sogar erwünscht ist: Die Wartezeit erzeugt Gespräche. Warum das funktioniert, steht in Warum Kaffee auf Messen funktioniert.

Was ihr uns sagen solltet

  1. Wie viele Gäste insgesamt?
  2. Gibt es einen Moment, an dem alle gleichzeitig kommen — und wann?
  3. Wie lange soll die Kaffeebar laufen? Dazu Wie lange sollte die Kaffeebar laufen?
  4. Eher Espresso oder eher Milchgetränke?

Daraus sagen wir euch, ob ein Barista reicht. Zur Anfrage.

Quellen

Durchsatzwerte Maitre Royal: Angaben des Inhabers aus eigenen Einsätzen (ein Barista rund 60 Gäste pro Stunde, zwei Baristas 90 bis 120) · Vergleichswerte und die Grenze von 50 Gästen aus einem öffentlichen Anbieterprofil eines Mitbewerbers · Bezugszeit eines Espresso von 20 bis 30 Sekunden nach Fachratgebern. Die Einschätzungen zu Andrangspitzen bei Hochzeiten, Firmenevents und Messen sind Erfahrungswerte, keine erhobenen Daten.

Häufige Fragen

Wie viele Gäste schafft ein Barista pro Stunde?

Bei uns rund 60 Gäste pro Stunde mit einem Barista, 90 bis 120 mit zweien. Die Zahl hängt stark davon ab, ob eher Espresso oder eher Milchgetränke bestellt werden.

Ab wann brauche ich zwei Baristas?

Bis etwa 60 Gästen mit verteiltem Andrang reicht einer. Ab 80 bis 100 Gästen oder bei einem engen Zeitfenster lohnt der zweite. Entscheidend ist weniger die Gesamtzahl als der Moment, in dem alle gleichzeitig kommen.

Warum schaffen zwei Baristas nicht das Doppelte?

Weil sie sich Maschine und Mühle teilen. Der zweite Barista beschleunigt vor allem Milchschäumen, Ausgabe und Abräumen, nicht den Bezug selbst.

Wie vergleiche ich Durchsatzangaben verschiedener Anbieter?

Fragt nach, auf wie viele Baristas sich die Zahl bezieht und bei welchen Getränken sie gilt. Ohne diese beiden Angaben sind Durchsatzzahlen nicht vergleichbar.